Tanja Gallei

Privatpraxis für Schmerztherapie

Was hat COMT mit Depressionen zu tun?

COMT ist ein Genpolymorphismus. Dabei wird das Stresshormon abbauuende Enzym zu wenig produziert. Die Folge ist ein viel langsamerer Abbau der Stresshormone. Die Betroffenen leiden unter Dauerstress. Jede kleine Veränderung oder unerwartete Situation versetzt sie in Anspannung und extremen Stress.

Dieser Sress kann nun wiederum sich negativ auf eine schon bestehende Depression auswirken. Der COMT-Defekt selbst ist jedoch eine Veränderung die weniger Stress-Resistent macht. Sie verursacht keine Depression.

Es gibt jedoch ganz wenige Depressionspatienten, die an einer Genveränderung leiden. welche den Serotonintransport/Stoffwechsel beeinträchtigt. Dieser Depressionsstoffwechsel kann durch die gleichzeitige Anwesenheit von vielen Stresshormonen verschlimmert werden.
In diesem einen speziellen Fall und nur hier kann es sein, dass die Antidepressiva nicht den gewüschten Effekt haben und man sich an einer anderen Therapie umsehen muß.

Hat jemand besonders viel COMT – dann ist er sogar sehr stressresistent, da die Stresshormone ja gleich wieder abgebaut werden.

In welche Gruppe ein Patient gehört kann nur ein entsprechender Test klären.

Es ist sinnvoll erst den Test zu machen und dann die Medikation zu ändern, damit man auch weiß in welche Richtung geändert werden kann.

Dieser Test wird anhand einer Blutentnahme gemacht und Dauert bis zum Ergebnis ca. 3 Wochen. Interessierte können diese Untersuchung bei uns durchführen lassen.

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